Lebenslauf.
Niels Lanz
Zwischen Kunst und Technik bewegt sich der 1969 in Offenbach geborene Niels Lanz. Alles fing 1982 mit einem 3-wöchigen Schulpraktikum beim Klappmaul Puppentheater an, in dem er seine Begeisterung zum Theater entdeckte. Nach der Schulausbildung 1988 wurde er dort festes Ensemblemitglied mit Schwerpunk Technik. Anfang 1993 wechselt er in die Tonabteilung des Ballett Frankfurts wo er unter der Leitung von William Forsythe an diversen, erfolgreichen Produktionen mitwirkte. Insbesondere zu erwähnen sind hierbei: Eidos:Telos, Endless House, Kammer/Kammer und Decreation.
Parallel zu seinem festen Engagement macht er sich als Musik Produzent einen Name. Zu erwähnen wären hier die Zusammenarbeit mit Regine van Berkel und David Dawson, für den er die Musik von The Grey Area erschuf, welches den Prix Benois de la Danse 2003 in Moskau gewann und heute noch aufgeführt wird.
2005 wird er berufen, die Leitung der Ton- Videoabteilung in The Forsythe Company Dresden/Frankfurt zu übernehmen. Weitere erfolgreiche Produktionen folgen, Three Atmospheric Studies, I don’t believe in outer space und Yes we can’t. 2007 gewinnt Niels Lanz den renommierten New Yorker Theaterpreis Bessie Award für die Klangkomposition/Sound Design von Three Atmospheric Studies.
In den letzten Jahren bei The Forsythe Company übernimmt er mehr und mehr Verantwortung auch in der Funktion als Technischer Leiter der Choreographic Objects von William Forsythe. Ende 2011 nach annähernd 20 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit beendet Niels Lanz sein festes Engagement bei The Forsythe Company.
In 2013 schließt er seine Weiterbildung zum Geprüften Meister der Veranstaltungstechnik Fachrichtung Beleuchtung erfolgreich ab. Um dann für zwei Spielzeiten die Technische Leitung des Cantate Saals für die Fliegende Volksbühne unter Leitung von Michael Quast zu übernehmen. Parallel dazu setzt er seine erwobenen künstlerischen und technischen Fähigkeiten künftig in diversen Produktionen als Selbstständiger ein. Exemplarisch zu nennen: Hollins University, Architektur Biennale Venedig, Altana Kulturstiftung, LAB Frankfurt und id_Frankfurt.
Ab 2016 erfolgt eine Konzentration auf die Freiberuflichkeit in der sich unter anderem eine neue Zusammenarbeit mit William Forsythe etabliert.
Für die Welturaufführung im März 2016 Blake Works I, des Pariser Balletts in der Opera Garnier verantwortet er das Sound Design. Im Sommer 2016 veranstaltet die The Royal Central School of Speech and Drama einen Workshop über Sound Design und Voice Treatment unter der Leitung von Niels Lanz. Für die Volkswagen Group Night des Pariser Autosalons 2016 in der Fondation Louis Vuitton entwickelt er das audiovisuelle Konzept, inklusive Musikproduktion.